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4. Konzernabschlussprüfung (Fachhandbuch KAP)

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Die Regelungen und Arbeitshilfen zur Konzernabschlussprüfung wurden – wie die der Jahresabschlussprüfung – auf der Grundlage der WPO, der Berufssatzung WP/vBP, der VO 1/2006 entwickelt. Ferner berücksichtigen Sie, die zum Zeitpunkt der Erstellung der Regelungen und Arbeitshilfen geltenden und bekannten IDW Prüfungs- und Rechnungslegungsstandards sowie die IDW Prüfungshinweise und Rechnungslegungshinweise sowie DRS. Insbesondere werden Vorgaben des ISA 600 (revised and redrafted) beachtet. Die zugrunde gelegten Rechnungslegungsnormen entsprechend dem HGB in der Fassung des BilMoG. Die Prozesse der Konzernabschlussprüfung wurden - wie die der Jahresabschluss-prüfung – gegliedert und zwar in folgende acht Prozesse:

  • die Auftragsorganisation;
  • die Gewinnung eines Verständnisses vom Konzern, seinen Teilbereichen und vom IKS;
  • die Planung;
  • allgemeine Prüfungshandlungen bei der Auftragsdurchführung;
  • die Prüfung der Konsolidierung;
  • weitere Prüfungshandlungen bei der Auftragsdurchführung, insbesondere Prüfungen des Konzernanhangs und des Konzernlageberichts;
  • Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Abschluss der Prüfung sowie
  • Regelungen und Arbeitshilfen zur Berichterstattung und Qualitätssicherung.

Innerhalb des Prozesses „Auftragsorganisation“ finden sich Regelungen und Arbeitshilfen zur Unterbreitung eines Angebots für eine Konzernabschlussprüfung sowie vor allem Checklisten, die im Zusammenhang mit der Auftragsannahme, der Auftragsfortführung und der Auftragsbeendigung die Einhaltung der berufsrechtlichen Vorschriften sicherstellen. Darüber hinaus finden sich hier Arbeitshilfen zur Aktenordnung und Musterarbeitspapiere.

Der Prozess „Gewinnung eines Verständnisses vom Konzern, seinen Teilbereichen und vom IKS“ bildet einen ersten Schwerpunkt des risikoorientierten Vorgehens der Prüfung. Es werden zur Prüfungsvorbereitung und zur Informationsbeschaffung Arbeitshilfen angeboten, die die Voraussetzungen für die weiteren Prozesse der Konzernabschlussprüfung schaffen. Insoweit wird vorbereitend auf die weiteren Prozesse eingegangen. Es werden diejenigen Informationen abgefragt, die benötigt werden, um ein Verständnis vom Konzern, seinen Teilbereichen (Konzernunternehmen) und vom IKS zu gewinnen und daraus die Risikobeurteilungen und Risikoklassifizierungen zur Formulierung der Prüfungsstrategie und zur Gestaltung des Prüfungsprogramms vornehmen zu können. Auf diese Weise wird bereits bei der Prüfungsplanung der Informationsbedarf festgelegt, während später bei der Prüfung der einbezogenen Abschlüsse und der Konsolidierung noch einmal kontrollierend abgefragt wird, ob die erforderlichen Unterlagen verfügbar sind. Ferner werden entsprechen der berufsständischen Vorgaben, insbesondere unter Beachtung von ISA 600, Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung durch die Bearbeitung der Arbeitshilfen durchgeführt und dokumentiert.

Zur Gewinnung eines Verständnisses vom Konzern und seinen Teilbereichen zählen auch die Prüfprogramme zu den rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, wobei die konzernspezifische Ausrichtung es erfordert, dass hier Regelungen und Arbeitshilfen zur Prüfung der Konzernrechnungslegungspflicht, des Konso-lidierungskreises und des Konzernabschlussstichtags aufgenommen wurden.

Soweit für die Prüfung des Konzernabschlusses die Going Concern-Beurteilung wichtig ist, finden sich Regelungen zur Going Concern-Beurteilung des Konzerns und der Einzelabschlüsse sowie Arbeitshilfen zur Überschuldungsprüfung bzw. Prüfung der drohenden Zahlungsunfähigkeit einzelner Konzernunternehmen.

Die Arbeitshilfen zu Unregelmäßigkeiten und Verstößen dienen ebenfalls der Gewinnung eines Verständnisses vom Konzern und seinen Teilbereichen sowie der Feststellung von Fehlerrisiken. Auf der Grundlage der berufsrechtlichen Vorgaben werden Hilfsmittel angeboten, mit denen bereits im Vorfeld der Prüfungsplanung Kenntnisse über evtl. Unregelmäßigkeiten und Verstöße gewonnen werden können. Diese beinhalten auch Arbeitshilfen zur Durchführung der berufsrechtlich für notwendig gehaltenen Teambesprechung.

Im Vorfeld der Risikoanalyse erfordert die Gewinnung eines Verständnisses vom Konzern, seinen Teilbereichen und vom IKS auch die Analyse der Risiken bei dem Konzern nahestehenden Unternehmen. Sie wird durch eine entsprechende Arbeitshilfe unterstützt.

Die Arbeitshilfe zur (ersten) Beurteilung des IKS berücksichtigt die konzernspezifischen Besonderheiten und erlaubt im Rahmen der Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung die Verschaffung eines Verständnisses vom konzernspezifischen IKS und eine vorläufige Beurteilung des den Konzernabschluss betreffenden IKS durchzuführen. Entsprechen der konzernspezifischen Anforderungen erstrecken sich diese Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung auch auf die Feststellungen zu Anweisungen des Konzernmanagements (Consolidation Reporting Package) an die Konzernunternehmen.

Sämtliche zuvor erwähnten Arbeitshilfen zur Gewinnung eines Verständnisses vom Konzern, seinen Teilbereichen und vom IKS dienen der Vorbereitung der Risikoanalyse. Die Risikoanalyse beinhaltet die Erkenntnisse aus der Informationsbeschaffung und –beurteilung und bestimmt die Prüfungsstrategie und das Prüfungsprogramm. Es werden sowohl die analysierten Risiken auf Ebene des Konzerns sowie auf Ebene der einbezogenen Unternehmen im Hinblick auf die konzernspezifischen Prüfungsaussagen beurteilt. Ferner werden die einbezogenen Unternehmen in qualitativ und quantitativ bedeutsame Teilbereiche entsprechend dem Konzept von ISA 600 (§ 317 Abs.3 S.2 HGB) klassifiziert. Die weitere Prüfungsdurchführung des hinterlegten Standardprüfungsprogramms baut auf einem mittleren Risiko auf, so dass im Rahmen der Risikoanalyse im Ergebnis zu beurteilen ist, ob die vorgeschlagene Standardprüfungsstrategie an das konkrete Risiko individuell angepasst werden muss oder nicht.

Der sich anschließende nächste Prüfungsprozess, die „Prüfungs-planung“, beinhaltet vor allem Regelungen und Arbeitshilfen zu den an die Prüfer der Einzelabschlüsse zu versendenden Group Audit Instructions sowie zur Festlegung der Wesentlichkeits- und Nichtsaufgriffsgrenzen, zur sachlichen, zeitlichen und personellen Prüfungsplanung sowie eine Arbeitshilfe zur Festlegung einer Prüfungsstrategie im Rahmen eines Planungsmemo.

Die in der Arbeitshilfe zur Ermittlung von Wesentlichkeits- und Nichtaufgriffsgrenzen enthaltenen Vorschläge zur Ermittlung berücksichtigen bereits das neue Wesentlichkeitskonzept des ISA 600 (ISA 520). Neben einer Gesamtwesentlichkeit für den Konzernabschluss als Ganzem können mit Hilfe dieser Checkliste gesonderte Wesentlichkeitsgrenzen für die einzelnen Teilbereiche ermittelt werden. Ggf. ist die Ermittlung von besonderen Wesentlichkeitsgrenzen und Toleranzwesentlichkeiten für bestimmt Arten von geschäftasvorfällen, Kontensalden (Prüffelder/Posten) und Abschlussinformationen zu ergänzen. Darüber hinaus werden jeweils die Toleranzwesentlichkeiten, die für Planungszwecke zu beachten sind, ermittelt sowie die Nichtaufgriffsgrenze und Meldeschwelle der anderen Prüfer.

Die Dokumentation der mit den anderen Prüfern gebotenen Kommunikation sowie die Erstellung des Planungsmemorandums erfolgen ebenfalls innerhalb dieses Prozesses.

Die „allgemeinen Prüfungshandlungen“ der Konzernabschluss-prüfung sind Inhalt eines eigenen Prozesses. Dieser enthält Regelungen und Arbeitshilfen zu einer Erstprüfung, sowie zur Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der einbezogenen Einzel-abschlüsse. Entsprechen dem Konzept von ISA 600 indiziert die Art der Risikoklassifizierung der einbezogenen Teilbereiche in quantitativ bzw. qualitativ bedeutsame Teilbereiche und unbedeutsame Teilbereiche Art und Umfang der Prüfungshandlungen der einzelnen einbezogenen Teilbereiche. Dementsprechend werden Standard-arbeitshilfen zur Ordnungsmäßigkeitsbeurteilung für die verschiedenen Risikoklassen der einbezogenen Teilbereiche als Vorschlag angeboten. Individuelle Anpassungen sind aber i.d.R. geboten.

Ferner werden Arbeitshilfen zur Beurteilung von IT-Risiken und der (vereinfachten) Prüfung der IT-Systeme angeboten. Da Konzern-abschlüsse häufig aus einfachen Programmen wie Excel-Listen etc. abgeleitet werden, wurden die ansonsten recht komplexen Arbeitshilfen zur Ermittlung der IT-Risiken für einfache Fälle zusammengefasst, um überflüssige Prüfungsmaßnahmen zu vermeiden. Soweit die Ableitung des Konzernabschlusses in die sonstigen EDV-Programme der Konzernmutter integriert sein sollte, wird empfohlen, die sachlich bedingten IT-Risiken sowie die IT-Kontrollrisiken anhand getrennter Arbeitshilfen zu überprüfen und die Komplexität der IT-Systeme einzuschätzen. Sollte es sich insoweit um komplexe IT-Systeme handeln ist es erforderlich, auf jeden Fall einen spezialisierten IT-Systemprüfer hinzuzuziehen.

Neben dem Schwerpunkt der Prüfung der einbezognen Teilbereiche bildet der Prozess der „Prüfung der Konsolidierung“ einen weiteren Schwerpunkt der Konzernabschlussprüfung. Hier werden Regelungen und Arbeitshilfen zur

  • Prüfung der Einheitlichkeit der Bewertung, HaBi II;
  • Prüfung der Währungsumrechnung;
  • Prüfung der Schuldenkonsolidierung;
  • Prüfung der Zwischenergebniseliminierung;
  • Prüfung der Aufwands- und Ertragskonsolidierung;
  • Prüfung der Steuerabgrenzung;
  • Prüfung der Kapitalkonsolidierung;
  • Prüfung der Quotenkonsolidierung und
  • zur Prüfung der Equity-Bewertung angeboten.

Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich insoweit um standardisierte Prüfprogramme handelt und dass jede Standardisierung und damit auch die vorliegende standardisierte Auswahl von Prüfungsfragen den Einzelfall nicht punktgenau treffen kann. Die Relevanz und die Art der einzelnen Risiken für die erforderlichen Prüfungsmaßnahmen kann eine unterschiedliche Gewichtung und Ausgestaltung der Prüfungshandlungen erfordern, die im Einzelfall dann noch vorzunehmen ist, ohne dass hierzu im Rahmen einer Standardisierung Empfehlungen gegeben werden können.

An den Prozess „Prüfung der Konsolidierung“ schließt sich der Prozess „weitere Prüfungshandlungen“ zur Prüfung des Anhangs, des Lageberichts, des Konzernanlagegitters, des Konzerneigen-kapitalspiegels und der Konzernkapitalflussrechnung sowie zur Prüfung der Ereignisse nach dem Stichtag an. Hierfür werden ebenfalls zahlreiche Regelungen und Arbeitshilfen (zum Beispiel unter Beachtung der Rechtsform und Größe sowie der anzuwendenden Vorschriften) angeboten. Außerdem sind Regelungen für bestimmte Auftragserweiterungen (§ 53 HGrG, die Prüfung eines Risikofrüherkennungssystems sowie die Prüfung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex) vorgesehen.

Für den folgenden Prozess „Abschluss der Prüfung“ beinhaltet das QSS u.a. Arbeitshilfen zur Überwachung, Durchsicht und Auswertung der Auftragsergebnisse, zur Dokumentation bedeutsamer Ermessensentscheidungen des Konzernabschlussprüfers, zu Abweichungen von relevanten Anforderungen eines Prüfungs- oder Rechnungslegungsstandards, zu Informationen, die bisherigen Beurteilungen widersprechen, sowie zu Prüfungshandlungen nach Erteilung des BSV. Außerdem sind hier Regelungen und Arbeitshilfen zur Schlussbesprechung oder zur Vorbereitung für Folgeprüfungen enthalten. Der abschließende Prozess „Berichterstattung und Qualitätssicherung“ beinhaltet insbesondere Regelungen und Arbeitshilfen zur Berichtserstellung, zur Berichtskritik und zur auftragsbegleitenden Qualitätssicherung sowie außerdem Arbeitshilfen zu einem Management-Letter. Auch für die Offenlegung des Konzernabschlusses finden sich entsprechende Regelungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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