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3. Jahresabschlusserstellung (Fachhandbuch JAE)

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Auch die Regelungen und Arbeitshilfen zur Jahresabschluss-erstellung basieren auf den Vorschriften der WPO, der Berufssatzung WP/vBP, der VO 1/2006 sowie das IDW S7. Sie sind – wie das Fachhandbuch JAP – nach den aus IDW S7 sich ergebenden Prozessen einer Jahresabschlusserstellung gegliedert und zwar in

  • die Auftragsorganisation
  • die Planung
  • das Verständnis vom Unternehmen
  • den Abschluss der Buchführung
  • die Erstellung ohne Beurteilungen
  • die Erstellung mit Plausibilitätsbeurteilungen
  • die Erstellung mit umfassenden Beurteilungen
  • die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts
  • den Abschluss der Erstellung
  • die Berichterstattung (soweit nicht im Rahmen der Erstellung abgehandelt) und
  • die Qualitätssicherung sowie
  • die Offenlegung

Innerhalb des Prozesses „Auftragsorganisation“ finden sich Regelungen und Arbeitshilfen zur Unterbreitung eines Angebots für eine Jahresabschlusserstellung sowie vor allem Arbeitshilfen zur Auftragsannahme, -fortführung und –beendigung. Darüber hinaus finden sich hier weitere Arbeitshilfen für die Aktenordnung.

Der Prozess „Planung“ enthält Regelungen und Arbeitshilfen, die bereits im Fachhandbuch JAP genutzt werden.

Die neuen Grundsätze für die Erstellung von Jahresabschlüssen sehen für sämtliche Be-rufsangehörigen – unabhängig von Auftragsart – vor, dass sich der Berufsangehörige bei allen Arten der Auftragserteilung ein Verständnis vom Unternehmen beschaffen muss. In diesem Prozess verschafft man sich über die rechtlichen Verhältnisse anhand der Dauerakte einen Überblick. Für den Fall, dass sich Zweifel an der Erfüllung der Going-Concern-Prämisse (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ergeben oder sich Anzeichen für eine eingetretene oder drohende Zahlungsunfähigkeit sowie eine Überschuldung ergeben, wurden auf Grundlage der Prüfungsstandards IDW PS 270, IDW PS 800 bzw. der Stellungnahme IDW FAR 1/1996, Programme zur Beurteilung der Fortführungsprämisse, zur Überschuldungsprüfung sowie zur Beurteilung eingetretener oder drohender Zahlungsunfähigkeit entwi-ckelt.

Der Prozess „Abschluss der Buchführung“ unterstützt den Anwender bei sämtlichen Maßnahmen, die zur Vorbereitung der eigentlichen Jahresabschlusserstellung im Zusammenhang mit dem Abschluss der Buchführung erforderlich werden.

Die Verschiedenartigkeit der Aufträge macht es erforderlich, dass die weiteren Arbeitsschritte nach den verschiedenen Auftragsarten geordnet werden. So können in einem ersten Schritt sämtliche Erstellungsmaßnahmen zusammengefasst werden, unabhängig davon, ob keine Beurteilungen gewünscht werden, ob Plausibilitätsbeurteilungen oder ob umfassende Beurteilungen vorzunehmen sind. Darüber hinaus können dann jeweils die Maßnahmen, die bei Plausibilitätsbeurteilungen oder bei umfassenden Beurteilungen zusätzlich erforderlich werden, gesondert erfasst werden. Insoweit wurde für jeden Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ein Fragebogen entwickelt, der zunächst ein Standardprogramm von Fragen enthält, das in Abhängigkeit von der Art und dem Umfang der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gekürzt oder erforderlichenfalls eigenverantwortlich erweitert werden kann, um mandantenspezifisch die richtige Zusammensetzung von Maßnahmen zu erreichen.

Die nachstehende Grafik veranschaulicht die drei durch berufsständische Verlautbarungen definierten Vorgehensweisen und Auftragsumfänge bei Jahresabschlusserstellungen. Gleichzeitig verdeutlicht sie analog den gewählten Aufbau der Arbeitshilfen.

Die Prozesse zu den einzelnen Auftragsarten enthalten entsprechend der individuellen Art des Auftrags neben den einzelnen Arbeitshilfen zur Auftragsdurchführung standardisierte Auftragsvereinbarungen, weitere Arbeitshilfen zum Verständnis vom Unternehmen und zur Informationsbeschaffung sowie Berichtvorschläge in Langfassung mit Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder Vorschläge für Kurzberichte. Da insoweit nicht sämtliche Varianten der möglichen Aufträge standardisiert werden können, wurden Standardvarianten für die Jahresabschlusserstellung mit Führung der Bücher bzw. mit Fremdbuchführung entwickelt.

Soweit Plausibilitätsbeurteilungen oder umfassende Beurteilungen geschuldet werden, werden Arbeitshilfen in Form von Checklisten zur Identifikation von Risikofaktoren verwendet. In diesen Arbeitshilfen werden potentielle Fehlerrisiken und ihre Auswirkungen auf die Ziele der Rechnungslegung systematisch erfasst und abgeleitet. Dabei wird auf den Einsatz mathematisch-statistischer Methoden verzichtet und stattdessen auf eine bewusste Analyse der Risiken zurückgegriffen, die – insbesondere bei der Erstellung und Prüfung der Abschlüsse mittelständischer Unternehmen – praxisnäher ist. Die Arbeitshilfen zur Risikoanalyse sind so angelegt, dass die Risikoanalyse sowohl in der Planung der Jahres-abschlusserstellung genutzt werden kann als auch während der laufenden Erstellungs- Beurteilungstätigkeit eine fortlaufende Anpassung und Aktualisierung ermöglicht.

Bei der Jahresabschlusserstellung mit umfassenden Beurteilungen, die in der Praxis nicht sehr häufig vorkommt, werden die Unterprozesse – entsprechend dem Modul JAP – in die Einzelschritte „Auftragsvereinbarung“, „Gewinnung eines Verständnisses vom Unternehmen und IKS einschließlich einer IKS- und IT-Systemprüfung sowie den Arbeitshilfen zur Risikoanalyse, die „Prüfungsplanung und die Arbeitshilfen zur Erstellung der einzelnen Abschlussposten mit weiteren Beurteilungen aufgegliedert.Bei der risikoorientierten Vorgehensweise werden – wie beim Fachhandbuch JAP –vier verschiedene Prüfungsstrategien vorgeschlagen. Die Prüfungsstrategie 0 bedeutet dabei auch hier, dass die Gesamt-bewertung von Postenwesentlichkeit und Gesamtrisiko keine Prüfung des Jahresabschlusspostens mehr erfordert. Die Prüfungsstrategie 1 sieht ausschließlich Plausibilitätsbeurteilungen vor, wie sie bei der Erstellung mit Plausibilitätsbeurteilungen üblich sind. Die Prüfungsstrategie 2 beinhaltet aussagebezogene Prüfungshandlungen im normalen Umfang und die Prüfungsstrategie 3 in einem Umfang, der in der Regel einem hohen Grundrisiko entspricht.

Wir bitten auch in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass jede Standardisierung und damit auch die vorliegende standardisierte Auswahl von Prüfungsstrategien den Einzelfall nicht punktgenau treffen kann. Die Relevanz der einzelnen Risiken für die erforderlichen Prüfungsmaßnahmen, insbesondere für die Prüfung des Nachweises, der Bewertung und des Ausweises, kann eine unterschiedliche Gewichtung der Prüfungshandlungen erforderlich machen, ohne dass hierzu im Rahmen einer Standardisierung Empfehlungen gegeben werden können. Solche Anpassungs-maßnahmen sind insbesondere auch dann erforderlich, wenn nur in Teilbereichen Prüfungsmaßnahmen erfolgen können, da im Übrigen Erstellungen vorgenommen wurden, die naturgemäß Prüfungs-maßnahmen nicht zugänglich sind.

Zur Beratung bei der Erstellung des Anhangs werden für die wesentlichen in Betracht kommenden Rechtsformen Checklisten angeboten, in denen nicht nur die Vollständigkeit der Anhang-angaben abgefragt, sondern auch Formulierungshilfen vor-geschlagen werden.

Zur Erstellung des Lageberichts liegt eine Arbeitshilfe vor, die zur Beachtung von § 289 HGB Hilfestellung leistet.

Die restlichen Prozesse – Abschluss der Erstellung, restliche Maßnahmen zur Be-richterstattung sowie Offenlegung – runden die prozessorientierte Qualitätssicherung bei der Jahresabschluss-erstellung durch Regelungen und weitere Arbeitshilfen ab.

 

 

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